Mußestunde mit Kunstwerk! - Der Garten der Lüste (Detail) - #SelfCare​ creative

Aktualisiert: Apr 14


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Oh, wie ich dieses Werk liebe!

Da lacht mein Kunsthistoriker*innen-Herz!


Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516). Entstanden ca. in den Jahren 1490-1515. Ganz genau weiß man es nicht. Dieses herrliche Werk, ein Triptychon (= dreiteiliges Bild), hängt im Prado in Madrid und von dort habe ich auch meine Falt-Postkarte. Das Buch habe ich mal geschenkt bekommen, ist also schon ein wenig älter und vieles darin an Forschung wohl verjährt (Rosemarie Schuder, 1975). Die Bilder jedoch blicken uns weiter fragendfröhlich an. Ich tauche einfach ein. Ich nehme mir Zeit. Zeit für meine Mußestunde! Es ist so schön, was ich so nach und nach sehe und damit begreife. Wie ein Wimmelbild ist es und es gibt sooo viel zu entdecken.


Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Rahmen meines geisteswissenschaftlichen Studiums war das Beschreiben von Bildern. Damals verstand ich noch nicht so recht welchen Sinn das haben sollte: Heute, Jahre später, verstehe ich, wie intelligent das ist:

Man benennt das, was man sieht. Man findet Worte für ein Bildgeschehen. Der Verstand denkt, er würde durch das pure Sehen schon verstehen. Doch das stimmt leider so nicht. Wir begreifen z.B. Bilder erst, wenn wir sie Schritt für Schritt mit Augen und Worten "bearbeiten". Unser Wortschatz ist gefragt und erweitert sich durch die Übung. Deswegen sind "stille" Bilder so unermesslich wertvoll. Filme sind klasse. Doch eigentlich wirken sie zu schnell auf uns und unser Gehirn ein. Der Wert von Bildbeschreibung Auf das Leben übertragen, kann man sagen, dass das Beschreiben von Bildwerken auch uns beim Verstehen und damit Begreifen von Allem dienen kann: Das Beschreiben von Stimmungen, Gefühlen und überhaupt Situationen. Wenn wir Worte finden, die unser Inneres beschreiben, kommen wir uns selbst immer ein wenig näher.

Das ist tatsächlich Übungssache.

Und wenn man entdeckt, wie reizvoll es ist, "stille" Bildwerke der Kunst-und Kulturgeschichte anzuschauen, ist man davon ganz erfüllt. Man will mehr wissen. Wird neugierig und will seinen Horizont erweitern.


Let's begin!


Tipp!

Was ist dein Lieblingskunstwerk oder auch Lieblingsbild?

Weshalb eigentlich?

Versuche mal Worte für dich und deine Werk zu finden.

Übe dich.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!


Herzlich

Frau Kunst




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